
Stele »Wege der Jakobspilger«
»Die alte Römerstadt und Residenz- und Hauptstadt der Erzbischöfe von Köln war Station wichtiger Handels-, Heer- und Pilgerstraßen - über die Rheinfähren und entlang des Rheins nach Köln und Koblenz, nach Westen in Richtung Aachen und Trier - und hatte dort Anschluß an die großen Pilgerstraßen. Die Münsterbasilika, ab dem 11. Jh. als Stiftskirche erbaut, wurde über den Gräbern der römischen Märtyrer Cassius und Florentius errichtet. Sie besaß von 1327 bis zum Jahr 1689 einen Altar und eine Kapelle zu Ehren des Apostels Jakobus mit vielen Dotierungen.
Seit 1454 bestand neben dem stiftseigenen Aegidiusspital das von Bonner Bürgern gestiftete Jakobusspital in der Sternstraße. Nach der Zerstörung im Krieg 1689 wurde es in der heutigen Friedrichstraße neu errichtet und bestand dort bis zum Abriß 1903. Die Tradition beider Spitale lebt bis heute in der städt. Begegnungsstätte St. Aegidius und St. Jakob in der Breite Straße.
In Bonn bestand eine Bruderschaft St. Jakob, die bis ins 17. Jh. mit der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft vereinigt war.«
(Christoph Kühn, Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V., Informationstext auf der Stele)
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