Kriegerehrenmal
von Peter Terkatz
Aus der Mittelrheinischen Landes-Zeitung, Ausgabe Godesberger Volkszeitung, vom 22. Mai 1939:
»Es hat lange gedauert, bis das Ehrenmal für die gefallenen 160er zustandegekommen ist. Schwierigkeiten bereitete vor allem die Platzfrage. Diese ist aber schließlich auf das glücklichste gelöst worden. Auch die alten 160er, die den Hofgarten als Platz für ihr Gefallenenehrenmal gewünscht hatten, haben gestern empfunden, daß es einen schöneren Platz als den im Baumschulwäldchen nicht geben könnte. [...]
Die vielen auswärtigen 160er, die zur Ehrenmalweihe nach Bonn gekommen, feierten hier zugleich frohes Wiedersehen mit den Regimentskameraden, und diejenigen von ihnen, die in Bonn selbst gedient haben, pflegten auch die Erinnerung an ihre schöne Garnisonstadt, diese hat sich allerdings seitdem sehr verändert. [...]
Dr. Scheuer, der Kameradschaftsführer der Bonner 160er, ging in seiner Begrüßungsansprache kurz auf die Veranlassung zu dieser Wiedersehensfeier ein. Es sei nach jahrelangen Bemühungen gelungen, den nach Gedanken des Provinzialbaurats Wildeman von Bildhauer Peter Terkatz geschaffenen Ehrenmalentwurf zu verwirklichen. Oberbürgermeister Rickert habe bei Verhandlungen über die Platzfrage angeregt, das Ehrenmal auch dem Gedenken der im Weltkriege gefallenen Söhne der Stadt Bonn zu widmen. Die 160er hätten dem in kameradschaftlicher Verbundenheit zugestimmt, und so sei das gemeinsame Ehrenmal entstanden. [...]
2838 160er-Kameraden ließen ihr Leben für Volk und Vaterland. Die Stadt Bonn betrauert den Verlust von 2241 Söhnen. Die Namen dieser 5000 Männer werden in den beiden Ehrenbüchern festgehalten, die im Ehrenmal ihren Platz finden.«
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