Steinwegekreuz (A 661)
von Urheberschaft unbekannt
»Das Kreuz stand ursprünglich als Friedhofskreuz auf dem Kirchhof von Dottendorf. Stifter des Kreuzes war der Bonner Stiftsherr oder Kanoniker Bartholomäus Wasserfass (1705-1756).
Sein Vater, Heinrich Wasserfass, ein angesehener Bürger und Ratsherr, besaß das Haus Sternstraße 35, das Haus „Zum goldenen Schlüssel“. Am 27. April 1684 erwarb er (...) die Burg Dottendorf (...). Nach dem Tode seines Vaters übernahm der Stiftsherr Bartholomäus den Besitz der Burg. Im Jahre 1733 ließ er das Kirchhofskreuz aufrichten. (...)
Als das Friedhofskreuz vor Alter zusammengefallen war, lagen seine Teile lange im Pfarrhof. Später wurde es an der jetzigen Stelle wieder aufgestellt. Die stark vorgebaute, wohl erneuerte Steinplatte über dem Sockel deutet darauf hin, daß hier bei der Fronleichnamsprozession das Allerheiligste nieder gesetzt wurde.
Auf dem Kreuzbalken erscheinen die Symbole der hl. fünf Wunden, deren Verehrung sich in Bonn bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen läßt. Aus dem 18. Jahrhundert gibt es mehrere Kreuze im Bonner Land mit der Darstellung der hl. fünf Wunden.«
(Dietz, 1962, S. 40)
Dietz, Josef: Merkzeichen an Straßen und Häusern. Kleine Denkmäler der Stadtgeschichte in Bonn. Bonn 1962.
Hacker-de Graaff, Ruth: Wegekreuze im Bonner Raum. Bonn 1991.
