
Doryphoros
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© Andreas Axel Kirch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons -
© Andreas Axel Kirch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons -
© Andreas Axel Kirch, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons



Im Jahr 2001 fanden die beiden Bronzeskulpturen der Athena Lemnia und des Doryphoros auf der Hofgartenseite des Akademischen Kunstmuseums Aufstellung. Es handelt sich hierbei um Nachgüsse zweier Werke der beiden wohl berühmtesten Bildhauer der griechischen Hochklassik, die im Original zwar verloren, uns aber in römischen Marmorkopien überliefert sind. Als Vorlage der beiden Bronzen aus der Werkstatt des Kunstgießers Friedemann Sander dienten Gipsmodelle aus der bedeutenden Antikensammlung mit rund 2.700 Abgüssen und 25.000 Originalen, die das ursprünglich als Anatomisches Theater für die Medizinische Fakultät entworfene klassizistische Gebäude seit 1872 beherbergt. Die Skulpturen waren ein Abschiedsgeschenk des Deutschen Beamtenbundes anlässlich der Verlegung seines Hauptsitzes von Bonn nach Berlin.
Der Doryphoros (griech. »Speerträger«) des Polyklet aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. gilt mit seinem klassischen Kontrapost – einer natürlichen und lebendigen Körperhaltung, die durch das Gegenüber von belastetem Stand- und entlastetem Spielbein entsteht – und seinen harmonischen Proportionen als Verkörperung des von Polyklet formulierten Kanons der idealen menschlichen Gestalt. Damit wirkte er als Vorbild für die Bildhauerei der Antike und der folgenden Generationen.
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