Brassert-Denkmal (A 1707)
von Hubert Netzer
Aus der Bonner Zeitung vom 10. Februar 1921:
»Dem, der in diesen Tagen aus der Franziskanerstraße zum Rhein heruntersteigt, bietet sich, wenn er zwischen dem Alten Zoll und dem Oberbergamt durchschreitet, der überraschende Anblick eines wunderschönen, auf den prächtigen Platz zur Seite des Alten Zolls hingezauberten Denkmals. Wiewohl eben erst aufgestellt [...] scheint das Kunstwerk – so natürlich und harmonisch ist es für den Platz geschaffen – seit je dort vor den großen alten Mauerquadern gestanden zu haben.
Hermann Brassert, dem das Erinnerungsmal gewidmet ist, war der Schöpfer unseres geltenden Bergrechts. [...]
Der Bergbauliche Verein faßte vor dem Krieg den Entschluß, diesem Manne nahe der Stätte seines Wirkens ein bleibendes Erinnerungsmal zu errichten. In gewandelten Zeiten wird nun der Plan Wirklichkeit, stärkt das Andenken eines tüchtigen Menschen vom guten Schlage alter Zeit und gibt zugleich unserer Stadt ihren wohl schönsten Denkmalschmuck. Ueber dem Sockel mit dem Bronzerelief des zu Ehrenden lagert [...] die Gestalt einer ernst Sinnenden. Vielleicht Klio, die Muse der Geschichtsschreibung.
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