Bismarcksäule (A 1401)

von Wilhelm Kreis und Rudolf Schultze

Datierung: 1901 Material/Technik: Basaltlava, Trachyt Kategorie: Denkmal Stadtteil: Gronau Standort: Heimkehrerweg, Freizeitpark Rheinaue
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Aus dem General-Anzeiger für Bonn und Umgegend vom 4. Januar 1901:

»Geht man von Bonn aus durch die Anlagen der Gronau und hat man die neue Stadthalle gerade hinter sich, dann sieht man so ziemlich in der Axe dieses Gebäudes und jenseits des Traject-Einschnittes ein merkwürdiges Bauwerk. Säulenartig, von markiger Form und dunkelgrau von Farbe hebt es sich ab von dem an dieser Stelle etwas höheren Rheinufer. Es ist die Bonner Bismarcksäule, die hier dem Andenken des eisernen Kanzlers, dem unvergeßlichen Otto v. Bismarck, von der Bonner Studentenschaft errichtet worden ist.

Der Entwurf ging aus dem Wettbewerbe hervor, den auf Anregung der Bonner Studentenschaft die deutsche Studentenschaft veranstaltet hatte. Zehn Preise — schmiedeeiserne Eichenzweige — sollten die zehn besten Entwürfe auszeichnen. 317 Entwürfe waren am 1. April 1899 abgeliefert [...] Der Entwurf mit dem Motto: „Götterdämmerung“ von Kreis wurde als der Beste zur Ausführung in allen Städten empfohlen. [...]

Nachdem die Stadtverordneten-Versammlung der Studentenschaft die Baustelle zur Errichtung der Säule frei überlassen hatte, konnte die Bauausführung unter der Oberleitung des Stadtbauraths Schultze im Juni 1900 begonnen werden. Am 21. Juni wurde in feierlichster Weise von der Studentenschaft, im Beisein von Vertretern der Bonner Behörden, die Grundsteinlegung vollzogen. [...]

Am 18. Januar, dem 200. Gedenktag der Gründung des Königreichs Preußen, soll die feierliche Einweihung der Bismarcksäule stattfinden. Zu dem Zweck wird die Studentenschaft des Nachmittags zur Gronau ziehen. Nach mehreren Ansprachen und Liedern wird auf der Säule das erste Feuer entzündet. Dann geht’s im Fackelzuge zur Stadt zurück nach dem Markt, wo nach altem Brauch die Fackeln zusammengeworfen werden. Den Abschluß der Feier bildet ein Commers in der Beethovenhalle.«

Die historischen Zeitungsartikel werden ausschließlich als zeitgeschichtliche Quellen wiedergegeben; ihre Inhalte und Wertungen werden dadurch nicht übernommen.

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