Bismarcksäule (A 1401)

von Wilhelm Kreis und Rudolf Schultze

Datierung: 1899-1901 Material/Technik: Niedermendiger Basaltlava, Trachyt Kategorie: Denkmal Stadtteil: Gronau Standort: Heimkehrerweg, Freizeitpark Rheinaue
Beschreibung

Otto von Bismarck, preußisch-deutscher Staatsmann, geboren 1815 in Schönhausen (Elbe), gestorben 1898 in Friedrichsruh

»Ausgehend von einem Wettbewerb der „Deutschen Studentenschaft“ im April 1899, hatte der Architekt Wilhelm Kreis einen Bismarck-Turm-Typus entworfen, der unter dem Namen „Götterdämmerung“ an insgesamt 47 Orten des Deutschen Reiches errichtet wurde. (...)

Die Grundsteinlegung für den Turm in der Rheinaue, der erste des Typus „Götterdämmerung“ im Rheinland, erfolgte am 21. Juni 1900 auf Anregung der Burschenschaft Alemannia mit Unterstützung eines liberalen Bonner Bürgervereins. Das Grundstück stellte die Stadt Bonn kostenlos zur Verfügung, die Finanzierung erfolgte durch Spenden. Die Oberbauleitung lag bei Stadtbaurat Rudolf Schultze unter Beteiligung des Architekten Hans Bloemers. Der 13 m hohe Turm aus Niedermendiger Basaltlava zeigt zur Rheinseite ein Relief aus Trachyt mit dem Reichsadler und dem Wappen Bismarcks. Auf der Spitze befindet sich die rechteckige schmiedeeiserne Feuerschale, welche am Einweihungstag, dem 18. Januar 1901 beim letzten Wintersonnenlicht mit Holz, Teer und Petroleum befeuert wurde. Der feierliche Festakt unter Beteiligung vieler Studenten und Honoratioren des öffentlichen Lebens endete mit einem Fackelzug und einem abendlichen Kommers.«

(Preußenadler über dem Rhein, 2015, S. 193f.)

Literatur

Bothien, Horst-Pierre/Erhard Stang: Geheimnisvolles Bonn. Gudensberg-Gleichen 2003.

Niesen, Josef: Bonner Denkmäler und ihre Erbauer. Bonn 2013.

Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter (Hrsg.): Preußenadler über dem Rhein. Eine Spurensuche rund um den Drachenfels. Bonn 2015.

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