
Bildstock (Fußfall, A 257)
von Urheberschaft unbekannt
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© Hagen von Eitzen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Aus dem General-Anzeiger für Bonn und Umgegend vom 1. Juli 1897:
»Am Fuße des Kreuzberges, da, wo hinter der Bonner Actien-Brauerei die schöne Nuß-Allee [sic], von der Landstraße abzweigend, auf die Höhe führt, hat ein altes Steinbild, den kreuzschleppenden Christus darstellend, jetzt Aufstellung gefunden. Ueber hundert Jahre stand die Sculptur auf der Kölner Chaussee und galt, als diese noch von vielen Frachtfuhrwerken und Wagen belebt wurde, für alle Rosselenker als Wahrzeichen von Bonn. Frommer Sinn pflegte früher solche Bildwerke an den zur Richtstätte Wegen zu stiften, um den Armensündern durch den Anblick des leidenden Heilands einen Trost auf dem letzten, schweren Gang zu bieten. Diesem Brauch verdankte dieses Bild, an der zur „Höhe“, dem Hochgericht oder Galgen, hinlenkenden Straße auch sein Entstehen. — Durch eine von Herrn Bildhauer Nicolas neu angefertigte Sculptur ersetzt, mußte die erwähnte ihren alten Platz räumen. Der hinter der Actien-Brauerei wohnende Wirth Herr Nathan hat die jetzige würdige Aufstellung des altehrwürdigen Bildstockes bewirkt, was gewiß anerkennenswerth ist.«
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