Restaurierung der Bronze »Large two forms« von Henry Moore

November 2026

Die Bronzeplastik auf dem Vorplatz des früheren Bundeskanzleramts wurde vor wenigen Tagen abgebaut und zur Restaurierung nach Berlin gebracht. Im Frühjahr 2027 soll das Werk an seinen angestammten Platz zurückkehren.

Die traditionsreiche Kunstgießerei Noack, die das berühmte Kunstwerk Mitte der 1970er Jahre gegossen hatte, koordinierte den Abbau und Transport der beiden jeweils etwa sechs Meter hohen und vier Tonnen schweren Teile. In den kommenden Monaten wird die durch Witterungseinflüsse beschädigte Oberflächenpatina der Bronze in Berlin restauriert.

Large two forms wurde 1979 auf besonderen Wunsch des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt aufgestellt. Er war mit Henry Moore befreundet und wählte das Werk als bewussten Kontrast zu der gradlinig-nüchternen Architektur des Kanzleramtes. In den 1980er Jahren erlangte die monumentale Plastik mit ihren für Moore typischen organisch geschwungenen Formen und der goldbraun schimmernden Patina außerordentliche Bekanntheit. Auf den Fernsehbildern des Kanzleramtes stets präsent, etwa in den Tagesthemen oder dem Bericht aus Bonn, wurde sie in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem Symbol für die Bundesrepublik. Zunächst war das Werk als Leihgabe zur Verfügung gestellt, 1981 aber vom Bund angekauft worden.

1999 verblieb die Plastik nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin an ihrem Bonner Standort. Das Gelände des ehemaligen Bundeskanzleramtes gehört heute zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Eigentümerin der Gebäude und damit auch der Bronze ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die die Restaurierung in Auftrag gab.