Ausstellung zu Ernemann Sander im Siebengebirgsmuseum

November 2025

Zum 100. Geburtstag des Bildhauers zeigt das Museum in Königswinter unter dem Titel »Form und Sinnlichkeit« eine Retrospektive seines plastischen Werks.

Ernemann Sander wird 1925 als Ernst Hermann Friedrich Sander in Leipzig geboren. Unterbrochen von Kriegsdienst und Gefangenschaft studiert er an der Kunsthochschule in Weimar und ist dann als freier Künstler in Jena tätig. Nach einer kurzen Station in West-Berlin lässt sich Sander mit seiner Familie 1955 in Bonn nieder, ab Anfang der 1960er Jahre lebt und arbeitet er in Königswinter-Oberdollendorf. 1996 wird er mit der August-Macke-Medaille ausgezeichnet. Der Künstler stirbt 2020 in Bad Godesberg im Alter von 95 Jahren.

Die Plastiken Ernemanns Sanders prägen den öffentlichen Raum Bonns - der Grazienbrunnen am Dreieck und das Martinsrelief am Münster gehören zu seinen bekanntesten Werken. Auch in Königswinter und außerhalb des Rheinlands, etwa in Fulda und Worms, finden sich seine Akte, Tierdarstellungen und religiösen Motive. Darüber hinaus schuf er zahlreiche Kleinplastiken und Zeichnungen.

Das Siebengebirgsmuseum zeichnet mit eigenen Beständen und vielen Leihgaben einen Querschnitt von Sanders Schaffens seit den 1950er Jahren nach. Die Ausstellung eröffnet am 26. November und läuft bis zum 26. April 2026.